Die fünf Fragen, die jeder angehende Yogalehrer googelt
Kurze, ehrliche Antworten. Für die Tiefe verlinken wir zu den ausführlichen Guides im Blog.
Muss ich ein Gewerbe anmelden?
In den meisten Fällen: nein. Yoga- und Pilates-Unterricht gilt in Deutschland als freiberufliche Tätigkeit nach § 18 EStG (unterrichtende Tätigkeit) — du meldest dich beim Finanzamt, bekommst eine Steuernummer und kannst starten. Ein Gewerbeschein wird erst nötig, wenn du Matten, Bekleidung oder Merchandise verkaufst oder wenn du ein Studio mit fest angestelltem Personal führst.
Praktisch heißt das für den Start: Fragebogen zur steuerlichen Erfassung online ausfüllen (via ELSTER, kostenlos), Kleinunternehmer regelung nach § 19 UStG prüfen (unter 22.000 € Jahresumsatz keine Umsatzsteuer), Berufshaftpflicht-Versicherung abschließen — fertig. Für die Steuererklärung brauchst du eine einfache Einnahmen-Überschuss-Rechnung, keine Bilanz.
Cursio-Notiz: Deine Buchungen laufen automatisch in eine exportierbare Umsatzübersicht — egal ob freiberuflich oder gewerblich.
Ausführlich: Freiberuflich oder Gewerbe für Yogalehrer · Steuern für Yogalehrer
Wo unterrichte ich meine ersten Stunden?
Drei realistische Wege, ohne ein eigenes Studio anzumieten:
1. Draußen & mobil
Stadtpark, Firmen-Yoga, Personal Training beim Kunden zu Hause. Kosten: 0 €, ggf. Sondernutzungserlaubnis (kostenfrei).
2. Online per Stream
Zoom oder ein anderer Stream-Anbieter, unter 10 €/Monat. Teilnehmer aus ganz Deutschland, keine Anfahrt für beide Seiten.
3. Raum stundenweise mieten
Yoga-Studios vermieten oft Räume für 15–30 €/Stunde an freiberufliche Lehrer. Kein Fixkosten-Risiko.
Cursio-Notiz: Egal ob draußen, online oder stundenweise gemietet — Cursio nimmt Buchungen für alle drei Modelle entgegen, Teilnehmer sehen Ort und Zeit automatisch.
Ausführlich: Yoga unterrichten ohne eigenes Studio · Yoga-Raum mieten Schritt für Schritt
Wie finde ich meine ersten Kunden?
Vier Kanäle, die realistisch ohne Werbebudget funktionieren — und in welcher Reihenfolge sie den größten Hebel haben:
- 1Instagram + Reels: Fünf gute Reels pro Monat schlagen 500 € Facebook-Ads-Budget. Zeig deinen Unterrichtsstil, nicht dein Gesicht.
- 2Freundeskreis & Empfehlungen: Die ersten fünf Teilnehmer sind fast immer Bekannte. Ein „Bring a friend"-Rabatt bringt schnell die nächsten fünf.
- 3Kostenlose Schnupperstunde: Eine öffentliche Community-Session monatlich. Von zehn Teilnehmern bleiben zwei bis drei als Stammkunden.
- 4Lokale Facebook-Gruppen: „Yoga in [deine Stadt]"-Gruppen sind aktiv und suchend. Ein einziger nicht-werblicher Post pro Monat reicht.
Cursio-Notiz: Dein Cursio-Profil funktioniert als Link in Bio — ein Klick, direkt zum Buchen. Kein Umweg über eine eigene Website nötig.
Ausführlich: Instagram für Yogalehrer · Erste Yoga-Schüler gewinnen
Was kann ich pro Stunde verlangen?
Realistische Preise für den Einstieg in Deutschland (Kleinstädte tendenziell am unteren Rand, Berlin/München/Hamburg am oberen):
FormatEinzelpreisAls Karte
Gruppenkurs (60 Min)15–25 €10er ab 130 €
Personal Training60–90 €5er ab 275 €
Online-Live-Kurs10–18 €10er ab 90 €
Workshop (2–3 Std.)35–65 €—
Faustformel für die Kalkulation: Bruttostundenlohn ÷ 0,5. Denn nur etwa die Hälfte deiner Arbeitszeit ist bezahlte Kurszeit — die andere Hälfte geht in Vorbereitung, Anfahrt, Akquise und Buchhaltung. Wer 30 €/Stunde netto verdienen will, muss also 60 € pro Kursstunde nehmen.
Cursio-Notiz: Cursio zeigt dir in Echtzeit, was du wirklich verdienst — nach Provision, vor Steuern.
Ausführlich: Yogastunden-Preis kalkulieren · Yogalehrer-Gehalt und Stundenlohn
Wie sammle ich Buchungen und Geld ein?
Vier Optionen, sachlich gegenübergestellt — jede mit ihrem eigenen Sweet Spot:
LösungKostenGeeignet ab
Excel + WhatsApp0 €unter 10 Buchungen/Monat
Eigene Website mit Buchungs-Plugin300–500 € Setup + 20–40 €/Mt.wenn du Web-Kenntnisse hast
Studio-Software (Eversports, Mindbody, Fitogram)40–150 €/Mt. + Setupetabliertes Studio mit Team
Cursio Starter0 € · 10 % pro Buchungab der ersten Kursstunde
Der Unterschied zwischen Cursio und den etablierten Studio-Systemen: Eversports oder Mindbody sind für Studios mit Team, festen Kursplänen und mehreren tausend Euro Monatsumsatz gebaut. Für den Solo-Start sind sie überdimensioniert und teuer. Cursio ist gebaut für die ersten hundert Buchungen — bei 0 € Fixkosten kostet ein Monat ohne Kurse dich null Euro.
Mehr: Buchungssystem ohne Fixkosten · Preise im Detail · Buchungssystem-Vergleich für Yogalehrer
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