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Yogastunden-Preis kalkulieren: Anleitung für Yogalehrer

Cursio Redaktion9 Min. Lesezeit

Yogastunde Preis richtig kalkulieren: Marktpreise 2026, Formel und Rechenbeispiele. Cursio zeigt automatisch, was nach Provision übrigbleibt.

Was darf eine Yogastunde kosten? Falsche Frage. Die richtige lautet: Was muss sie kosten, damit du davon leben kannst? Wer seinen Yogastunde Preis nach Bauchgefühl setzt, arbeitet in drei Monaten für 8 Euro die Stunde und weiß nicht warum.

Diese Anleitung gibt dir eine klare Formel, Marktpreise für 2026 und die drei Faktoren, die deinen Kurspreis wirklich bestimmen. Am Ende weißt du, welchen Preis du aufrufen kannst, ohne dich schlecht zu fühlen oder unter Wert zu arbeiten.

Cursio übernimmt dabei die komplette Zahlungsabwicklung, generiert Rechnungen mit korrektem UStG-Vermerk und zeigt dir schwarz auf weiß, was nach Provision auf deinem Konto landet.

Die 3 Faktoren, die deinen Yogastunde Preis bestimmen

Bevor du auch nur eine Zahl in die Preisliste tippst, brauchst du drei Antworten. Wer einen dieser Faktoren überspringt, landet bei einem Preis, den er nicht halten kann.

1. Deine echten Kosten

Als selbstständiger Yogalehrer kostet dich jede Stunde mehr, als du denkst. Raummiete, Berufshaftpflicht ab rund 90 Euro pro Jahr, Weiterbildungen mit 500 bis 1500 Euro jährlich, dazu Musik-Lizenzen (GEMA), Buchhaltung und ein Buchungssystem.

  • Raummiete: 15 bis 40 Euro pro Stunde in einer Studio-Kooperation
  • Berufshaftpflicht: ca. 90 bis 180 Euro pro Jahr
  • Weiterbildung: 500 bis 1500 Euro pro Jahr für Refresher, Fortbildungen, Bücher
  • Software/Buchung: 0 bis 59 Euro monatlich, je nach Anbieter
  • Krankenversicherung selbstständig: mind. 200 Euro pro Monat freiwillig gesetzlich

Rechne alle Kosten aufs Jahr, teile durch deine geplanten Unterrichtsstunden. Das ist dein Kosten-Break-Even pro Stunde. Alles darunter arbeitest du drauf.

Kleines Beispiel: 3.600 Euro Fixkosten pro Jahr (Miete 1.800 €, Versicherung 150 €, Fortbildung 800 €, Software 350 €, GEMA 500 €), geplant sind 6 Kurse pro Woche × 40 Wochen = 240 Kurse. Das sind 15 Euro Fixkosten pro Kurs, bevor du auch nur einen Cent verdient hast. Wer 12 Euro pro Teilnehmer nimmt und im Schnitt 3 Leute hat, macht 36 Euro Umsatz — bleiben 21 Euro Stundenlohn, brutto, vor Steuern.

2. Der Marktrahmen deiner Region

Was in Berlin-Mitte für 22 Euro gebucht wird, funktioniert in einer 30.000-Einwohner-Stadt bei 12 Euro. Das hat nichts mit Qualität zu tun, sondern mit Kaufkraft und lokaler Konkurrenz.

Schau bei 5 bis 10 Yogalehrern und Studios in deinem 15-Kilometer-Radius, was aufgerufen wird. Notiere Format (Einzelpreis, 10er-Karte, Workshop) und den Preis. So bekommst du eine ehrliche Bandbreite, in der du dich bewegen kannst.

3. Deine Positionierung

Bist du der bezahlbare Einstieg für den Sportverein? Oder das Premium-Angebot für Zahnärzte, die zweimal die Woche Personal-Training buchen? Beides funktioniert, aber die Preise unterscheiden sich um Faktor 3.

Unsere Empfehlung: Positioniere dich zu Beginn nicht als Discounter. Wer mit 8 Euro startet, kommt später schwer auf 18 Euro. Der umgekehrte Weg ist leichter — hohen Preis testen, gegebenenfalls für einzelne Zielgruppen (Studenten, Senioren, Firmen) rabattieren.

Prüfe außerdem: Wer ist deine Wunsch-Zielgruppe wirklich? Berufstätige Ende 30 mit Vollzeit-Job zahlen für 18-Uhr-Kurse gerne 20 Euro. Rentner am Vormittag akzeptieren 12 Euro und kommen zuverlässig. Beide Gruppen vermischen ist der schnellste Weg zu unglücklichen Kunden auf beiden Seiten.

Marktpreise 2026 im Überblick

Diese Tabelle fasst zusammen, was Yogalehrer in Deutschland 2026 pro Format und Region aufrufen. Die Zahlen sind Bruttopreise für den Kunden, ohne Ermäßigungen.

FormatKleinstadt (unter 50.000)Mittelstadt (50.000-500.000)Berlin/München/Hamburg
Gruppenkurs Einzelpreis12-16 €15-20 €18-25 €
10er-Karte100-140 €130-170 €150-200 €
Personal-Training (60 Min.)50-70 €60-80 €75-120 €
Online-Live-Kurs10-14 €12-16 €14-18 €
Workshop (2-3 Std.)30-45 €40-55 €50-75 €
Yoga-Retreat-Tag80-120 €100-160 €150-220 €

Grundlage: Auswertung von rund 120 Yogalehrer-Profilen auf Cursio, Instagram und Studio-Websites im Frühjahr 2026. Der Berufsverband der Yogalehrenden (BDY) nennt vergleichbare Größenordnungen für Präsenz-Kurse.

Tipp: Als angehender Yogalehrer solltest du dich am unteren Rand deiner Region einordnen, aber niemals darunter. Alles unter dem lokalen Marktpreis wird als Minderqualität wahrgenommen — nicht als Schnäppchen.

Wer online unterrichtet, sollte den Preis nicht 1:1 vom Präsenz-Kurs übernehmen. Online-Kurse liegen 20 bis 30 Prozent unter dem Präsenz-Preis, weil die räumliche Bindung fehlt und die Konkurrenz global ist. Dafür hast du keine Raum-Miete, kannst mehr Teilnehmer aufnehmen und Aufzeichnungen als Zweit-Umsatz vermarkten.

So kalkulierst du deinen Mindest-Preis

Der häufigste Fehler bei angehenden Yogalehrern: Sie rechnen nur die Zeit auf der Matte. Aber jede 60-minütige Yogastunde bedeutet real 90 bis 120 Minuten Arbeit — Anfahrt, Vorbereitung, Nachgespräche, Buchhaltung, Marketing, Antworten auf WhatsApp-Anfragen.

Deshalb: Wenn du 30 Euro netto pro Arbeitsstunde verdienen willst und nur die Hälfte deiner Zeit direkt bezahlt wird, musst du 60 Euro Umsatz pro Unterrichtsstunde generieren.

Die Formel:

Wunschumsatz pro Arbeitsstunde ÷ 0.5 = Umsatz pro Unterrichtsstunde

Rechenbeispiel 1: Solo-Kurs im gemieteten Raum

  • Ziel: 30 Euro netto pro Arbeitsstunde
  • Nötiger Umsatz pro Kurs: 60 Euro
  • Bei 10 Teilnehmern à 6 Euro: unrealistisch günstig, unter Marktpreis
  • Bei 5 Teilnehmern à 12 Euro: realistischer, aber knapp
  • Bei 8 Teilnehmern à 14 Euro: 112 Euro Umsatz, sehr solide

Rechenbeispiel 2: Break-Even mit Raum-Miete

Angenommen, dein Raum kostet 20 Euro pro Stunde. Damit du überhaupt bei null landest, brauchst du 2 Teilnehmer à 10 Euro. Für den Wunschumsatz kommen die 60 Euro obendrauf — also 8 Teilnehmer à 10 Euro oder 5 Teilnehmer à 16 Euro.

Tipp: Kalkuliere nicht mit der Maximalauslastung. Rechne mit 60 Prozent Auslastung. Kurse mit 4 Teilnehmern statt geplanten 8 sind Alltag, nicht Ausnahme. Wer auf Kante kalkuliert, kippt beim ersten Krankheitsmonat um.

Saisonalität einplanen

Yoga-Kurse laufen nicht das ganze Jahr gleich. September bis November und Januar bis März sind die stärksten Monate — Sommer-Ferien und Weihnachten sind Umsatz-Lücken. Rechne mit 40 statt 52 Kurswochen pro Jahr. Wenn du diese 12 Wochen Ausfall nicht in deinem Preis eingepreist hast, arbeitest du de facto für weniger, als deine Preisliste suggeriert.

Kleine Gruppe vs. große Gruppe — die Rechnung

Zwei Konzepte, zwei Preisstrategien. Beide funktionieren, aber sie zielen auf verschiedene Kunden und haben unterschiedliche Rentabilität pro geleisteter Stunde.

Kleine Gruppe (Premium-Konzept)

  • 5 Teilnehmer à 20 Euro
  • Umsatz: 100 Euro pro Kurs
  • Vorteile: intime Atmosphäre, individuelle Korrektur, hohe Kundenzufriedenheit
  • Zielgruppe: berufstätige Zahler mit hohem Anspruch, Selbstständige, Ärzte

Große Gruppe (Volumen-Konzept)

  • 15 Teilnehmer à 12 Euro
  • Umsatz: 180 Euro pro Kurs
  • Vorteile: höherer Umsatz absolut, mehr Reichweite, geringeres Risiko bei einzelnen Absagen
  • Zielgruppe: preissensible Kunden, Sportvereins-Ambiente, Krankenkassen-Zertifizierung

Unsere Empfehlung: Als Solo-Yogalehrer ohne festen Raum fährst du mit dem Premium-Modell besser. Weniger Aufwand pro Person, mehr Wiederkäufe, Kunden bleiben länger. Sobald du ein Studio hast oder feste Räume mietest, lohnt sich das Volumen-Modell.

Hybrid-Modell: das Beste aus beiden Welten

Viele erfolgreiche Yogalehrer fahren zweigleisig: 2 bis 3 wöchentliche Gruppen-Kurse mit 10 bis 15 Teilnehmern für stabilen Grundumsatz, dazu 1 bis 2 Kleingruppen mit 4 bis 6 Personen zum Premium-Preis. So deckst du breite Kundschaft ab, ohne dein Angebot zu verwässern. Die Premium-Kleingruppe finanziert die Vorbereitungszeit für den ganzen Wochen-Plan.

10er-Karte oder Einzelpreis — was verkauft besser?

Die 10er-Karte ist der Klassiker im Yoga-Business. Sie bindet Kunden, senkt deinen administrativen Aufwand und wirkt psychologisch günstiger. Der Rabatt-Effekt: Der Kunde spart pro Stunde 2 bis 3 Euro und fühlt sich klug.

Die Formel: Einzelpreis × 8 = 10er-Karte-Preis (ca. 20 Prozent Rabatt gegenüber Einzelbuchung)

Bei einem Einzelpreis von 18 Euro liegt die 10er-Karte bei rund 144 Euro. Aufrunden auf 149 Euro ist üblich und wirkt trotzdem attraktiv.

Wann Einzelpreise besser sind

  • Bei Workshops, Retreats und Sonderformaten
  • Wenn du testest, ob ein neuer Kurs überhaupt läuft
  • Bei Personal-Training (10er-Karten lohnen sich meist nicht)
  • Für Schnupperstunden und Testphasen

Wann 10er-Karten besser sind

  • Bei regelmäßigen wöchentlichen Gruppen-Kursen
  • Wenn Kundenbindung Priorität hat
  • Wenn du planbaren Cashflow willst
  • Für dein Kern-Angebot mit fester Zielgruppe

Alternative: Monats-Abo mit unbegrenzten Kursen für 79 bis 129 Euro. Bindet Kunden noch stärker, aber du brauchst 4 bis 6 Kurstermine pro Woche, damit sich das für dich und den Kunden rechnet.

Gültigkeit klar regeln

Eine 10er-Karte ohne Ablaufdatum ist eine offene Verbindlichkeit in deinen Büchern. Setze eine Gültigkeit von 6 bis 12 Monaten — das ist branchenüblich und rechtlich haltbar, solange du es vor dem Kauf klar kommunizierst. Wer keine Frist setzt, hat in fünf Jahren ein Berg an nicht eingelösten Karten und muss diese im Zweifel rückwirkend als Umsatz buchen.

Was Cursio in der Preisgestaltung übernimmt

Sobald du deine Preise festgelegt hast, musst du sie einziehen, verwalten und versteuern. Genau da hilft Cursio als Buchungs- und Zahlungssystem für Yogalehrer und macht die Zahlen für dich transparent.

Was Cursio automatisch macht

  • Real-Umsatz nach Provision: Du siehst pro Kurs, was nach Cursio-Gebühr (0 %, 3,5 % oder 10 % je nach Plan) und Stripe-Fee (1,5 % + 0,25 €) auf deinem Konto landet — kein Kopfrechnen
  • 10er-Karten und Abos out of the box: Kein separates Modul, keine Extra-Kosten, direkt aktivierbar
  • Automatische Rechnungen mit korrektem UStG-Vermerk — inklusive Kleinunternehmer-Formel nach § 19 UStG, wenn du unter der Grenze bleibst (Details zur Regelung findest du bei der IHK)
  • Umsatzübersicht für die EÜR per Klick exportierbar, direkt an deinen Steuerberater weiterleitbar
  • Buchungslink als Link in Bio für Instagram, WhatsApp und Freundeskreis
  • Vorkasse-Prinzip standardmäßig — Kunden bezahlen bei der Buchung, No-Shows kosten dich keinen Umsatz

Und das Beste: Der Starter-Plan von Cursio ist 0 Euro pro Monat, keine Kreditkarte, keine Vertragsbindung. Du zahlst nur eine Provision pro Buchung — kein Umsatz, keine Kosten.

Wächst dein Angebot: Pro-Plan 59 Euro pro Monat bei 3,5 Prozent Provision, Business 199 Euro bei 0 Prozent. Cursio wächst mit dir mit — kein Migrations-Chaos zwischen verschiedenen Systemen, wenn du vom Solo-Kurs zum Studio skalierst.

Für die vollständige Provisions-Rechnung inklusive Beispielen empfehlen wir die Preise-Seite von Cursio. Wer noch am Anfang steht, sollte auch den Leitfaden Yogalehrer-Gehalt und Stundenlohn 2026 lesen — dort geht es um den Netto-Stundenlohn im Detail. Für die Wahl des Systems findest du im Vergleich Buchungssystem für Yogalehrer die wichtigsten Anbieter, und die steuerlichen Grundlagen erklärt der Ratgeber Steuern für Yogalehrer.

Häufige Fragen

Sollte ich am Anfang unter Marktpreis anbieten?
Nein. Wer bei 8 Euro startet, wird nie 15 Euro nehmen — die Kunden bleiben und erwarten den Einführungspreis für immer. Besser: Marktpreis von Tag 1 und stattdessen die ersten 3 Termine gratis anbieten („Schnupperkurs"). So testest du dein Konzept, ohne dich unter Wert zu positionieren.
Was ist mit Rabatten für Studenten und Senioren?
Sinnvoll, wenn du gezielt eine Zielgruppe füllen willst. Üblich sind 15 bis 25 Prozent Rabatt gegen Nachweis. Wichtig: Rabatte immer zeitlich befristen oder an bestimmte Kurse binden (etwa Vormittags-Kurse, wo weniger los ist), damit dein Hauptangebot vollen Preis behält.
Wie oft sollte ich meine Preise erhöhen?
Alle 12 bis 18 Monate um 5 bis 10 Prozent. Kommuniziere die Erhöhung 4 Wochen vorher an deine Bestandskunden per Email. Argument: „Meine Kosten sind gestiegen und ich möchte weiterhin die Qualität liefern, die du gewohnt bist." Bestandskunden akzeptieren Erhöhungen fast immer, wenn sie vorher informiert werden.
Bar oder digital annehmen?
Digital. Bar-Zahlung bedeutet: Kasse führen, Zettel sammeln, EÜR-Chaos. Über Cursio läuft die Zahlung per Kreditkarte, SEPA oder Apple Pay direkt aufs Konto — und die Rechnung ist im gleichen Schritt fertig. Wer mit Bar anfängt, verbringt am Jahresende drei Wochenenden mit Belegen sortieren.
Was mache ich bei No-Shows?
Vorkasse-Prinzip: Kurse werden im Voraus gebucht und bezahlt. Wer nicht kommt, hat trotzdem gezahlt. Das kürzt den Frust und schützt deinen Umsatz. Cursio bucht automatisch bei der Anmeldung ein — kein manuelles Nachhaken, keine Rechnungen hinterherwerfen.
Preise setzen ist eins — sie durchsetzen ist das andere
Cursio macht Vorkasse, Rechnung und Umsatzübersicht automatisch. Der Starter-Plan ist 0 Euro monatlich, in 10 Minuten bist du live und kannst deinen ersten Kurs verkaufen.

Bereit, loszulegen?

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